Was bisher geschah 24 (#believeinsteve)

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Was bisher geschah 24 (#believeinsteve)

Beitrag  Ann-Cathrin am Do Feb 11, 2016 4:27 pm

Freitag, 22.01.72, ~ 0:18

Nach dem Wolfsvorfall besprechen die Runner ihr weiteres vorgehen.
Die Ghul-Leiche die Rathaus zur allgemeinen Leichenbeschau/Gruselshow aufgebahrt war, besitzt Cyberheadware: eine Datenbugse plus Memory nach Pasbocors Einschätzung. Es wird vermutet, dass der Ghul ein ehemaliger Angestellter im Vault 7 war und er deshalb durchaus interessante Daten haben könnte. Schnell erfolgt der Beschluss: Ran an die Daten! Nur wie?
Pasbocor möchte die Sache noch in der Nacht durchziehen, da er noch am Vormittag zurück nach Seattle fahren wird. Auf Nachfrage von Vader, was der Grund sei, gibt Pasbocor nur 'Private Gründe' an, sprich: geht dich gar nichts an. Die anderen kennen das bereits und kümmern sich nicht drum. Auch als Vader etwas nachbohrt und provokant fragt, ob der das auch mitten im Run einfach die Biege machen würde und die anderen im Stich lassen würde, zucken die anderen mit den Schultern und High-Tower meint knapp: „Mag sein. Doch wenn er das macht, sorge ich dafür, dass er es bereut.“
Nach diesem kurzen Intermezzo der Gruppendynamik konzentriert man sich wieder auf das aktuelle Unterfangen. Es wird überlegt und spekuliert: wo im Rathaus wird die Ghul-Leiche aufbewahrt und wie kommt man da ran? Wo sind Kameras angebracht und wie kann man die umgehen? hacken oder doch Vaders Unsichtbarkeit? Leiche im ganzen mitnehmen oder nur den Kopf? Oder soll Pasbocor die Daten gleich vor Ort abnehmen?
Letzten Endes wird folgendes als Plan zusammengefasst: Vader, Bailun und Pasbocor gehen dank Vaders Zauber unsichtbar ins Rathaus. Bailun öffnet die Türen, Vader zaubert und Pasbocor hackt bei Bedarf, Sterling begleitet die drei im Astralraum und sichert diesen ab, während High-Tower steht draußen Schmiere.
Im Laufe der Planung wird darüber diskutiert, wie man eventuelle Spuren verschleiern könnte. Sterling schlägt vor, dass wenn sie den Kopf mitnehmen wollen, es so aussehen zu lassen könnten als wäre es ein vandalischer Akt von Petrow fehlgeleiteten Ghul-Hasser, z.B. ein aufgespießter Kopf nebst Schild mit Parolen. Vader nimmt den Gedanken auf und spinnt ihn weiter. Um Petrow und ihre Anhänger zu diskreditieren, muss man 'ne richtige Schweinerei im Kindergarten oder in der Schule abziehen. Auf jeden Fall müssen Kinder betroffen sein! Pasbocor unterstützt ihn in seinem Plan und auch High-Tower scheint davon angetan. „Damit schlagen wir zwei Klappen mit einer Fliege!“ (Schwichtenberg, 2016). Sterling scherzt sarkastisch: „Dann könnte ich auch ein paar besoffene Rednecks noch 'ne falsche Erinnerung einpflanzen, damit die glauben sie wären's gewesen...Wenn ihr noch ein paar Leben zerstören wollt...“
„Gute Idee!“ sagen die drei wie aus einem Mund begeistert und Sterling meint nur resigniert: „Ich sollte keine Witze mehr machen...“
Die Einigung kommt Sterling und Bailun (als auch dem Spielleiter) entgegen, nämlich dass nur im Rathaus randaliert werden soll.

Springfield, Rathaus, ~ 0:52

Bailun macht sich nach der Ankunft umgehend am Schloss des Rathauses mit Hilfe eines Sequencers zu schaffen. Erst nach zwei misslungenen Versuchen öffnet sich die Tür auch. Sterling ist währenddessen schon mal in die Eingangshalle vorgegangen, um sicher zu gehen, dass niemand da ist und sie entdecken könnte. Alles ruhig. Doch plötzlich wird Vader aufgeschreckt und zwar von einem Putzroboter, der nur seiner Arbeit nachgeht.
So suchen sich die drei (+eins) ihren Weg zu den Räumlichkeiten des Coroner, also des Leichenbeschauers. Dort versperrt natürlich wieder ein Schloss den Zugang. Diesmal ein Magschloss, dass ebenfalls etwas widerspenstig ist und Bailun erhebliche Probleme bereitet. Die Metalltür bleibt verschlossen. Sie sagt den anderen kurz: „Wahrscheinlich ist gerade der stille Alarm losgegangen. Gibt mir zwei Minuten, dann hab ich das Schloss hier offen.“
Pasbocor fackelt nicht lange, setzt sich auf den Boden und springt heiß in die Matrix. Vor ihm erstreckt sich das virtuelle Rathaus und er erkennt einen Agenten, der gerade einen automatisieren Meldung via Comlink an den Sheriff schicken will. Doch Pasbocor funkt dazwischen: statt der Meldung „Im Rathaus wurde der stille Alarm ausgelöst“, ändert er diese kurzerhand um in „Dies ist ein Testalarm. Bitte geben sie ihren Identifikationscode durch.“ Außerdem deaktiviert er den Agenten nebst Alarm und erstellt er sich noch einen Admin-Account, damit er direkt auf alle Bereiche uneingeschränkten Zugang hat. Danach springt er wieder in die 'Realität'.
Irgendwo in Springfield klingelt ein Comlink. Ein schlaftrunkener Sheriff nimmt ab und hört die unangenehm freundliche Computerstimme: „Dies ist ein Testalarm. Bitte geben sie ihren Identifikationscode durch.“
„So'ne verdammte Scheiße!“
„Identifikationscode nicht erkannt. Bitte geben sie ihren Identifikationscode durch.“
Das Comlink wird zur Seite gelegt, wilde in einigen Papieren gewühlt und genervt „Wo hatte ich den Mist denn...“ gegrummelt.
„So. Der Identifikationscode ist...“
„Identifikationscode nicht erkannt. Bitte geben sie ihren Identifikationscode durch.“
„Du verdammtes ...“
„Identifikationscode nicht erkannt. Bitte geben sie ihren Identifikationscode durch.“
...Das könnte noch etwas dauern.
Zwei Minuten sind um und endlich öffnet sich die Tür. Im Raum befindet sich ein Terminal an dem sich Bailun nun auch versucht und mal wieder ist „drei“ ihre Glückszahl. Nur eine der Fächer der Leichenkammer ist belegt und sogleich geöffnet. Als der Leichensack vorschnell geöffnet, schlägt den Runnern ein übler Gastank von Verwesung entgegen. Nachdem Pasbocor mit seiner Übelkeit gekämpft hat und sie überwunden hat, stöpselt er sich in die Headware des Ghul ein und zieht sich die paar Megapuls an Daten. Danach wird der Sack schnell wieder geschlossen und Vader unsichtbar gemacht. Der Terminal wird wieder aus gemacht und die Leiche von Bailun und Pasbocor hinaus geschleift. Alldieweil verwischt Sterling die astralen Spuren, die Vader mit seinem Zauber hinterlassen hat.
Draußen wird dann Quatsch mit dem Leichnam gemacht: Sie wird von High-Tower am Fahnenmast „gehisst“. Graffiti mit Parolen wie: „Ghule raus“, „Petrow unsere Heldin“ und „Scheiß Ghule“ an die Wand gesprüht. Dann betritt der unsichtbare High-Tower das Rathaus und randaliert ein wenig: Türen werden eingetreten, Stühle zerschlagen und Topfpflanzen entwurzelt. Sogar der unschuldige Putzroboter wird von dem Troll um geschubst, der darauf hin traurig piept. Währenddessen editiert und implementiert Pasbocor die Kameraaufnahmen von High-Towers Randale, damit man nur einen normal großen vermummten 'Menschen' mit Motorradhelm erkennen kann. Danach löscht er zwar seine aktuellen Spuren und aktiviert den Agenten wirder, doch er vergisst die Ursache für den Alarm und die Kameraaufnahmen von vorher zu löschen.
Nach dieser ereignisreichen Nacht fahren die Runner in ihre Unterkünfte in der Springfield Lodge bzw. dem „Le Süff“ und lauschen erstmal an den Kissen. So bekommt Pasbocor auch nicht mit, dass ihm seine Überwachungsdrohne meldet, dass Petrow nachts noch ausrückt, um sich das Chaos am Rathaus an zu sehen und in der Kaserne anruft. Sie will den Schuldigen dafür haben und Oleg wird darauf angesetzt.
Am Morgen erfolgt die Berichterstattung. Steve Gutenberg gemeinsam mit Kent Brockman gibt ein Interview zu dem Vorfall. Er ist schockt über die Gewaltbereitschaft einiger Bürger und bitte in einem Aufruf darum sich nicht weiter zu solchen extremen Taten hinreißen zu lassen. „Blinder Aktionismus ist nicht das was Springfield in dieser Situation braucht.“ Den beiden ist es sogar gelungen noch vor Petrow eine Stellungnahme zu geben. Ein taktischer Vorteil, denn so kann sie erst nach Steve ihre Kommentare dazu geben. Die Runner hinterlassen unter dem Bericht positive Feeds zu Steves Aussage und verunglimpfen Petrow. Schnell verbreitet sich #believeinsteve in der Matrix.
Ein wenig später meldet sich Steve bei den Runnern und fragt ohne Umschweifen, ob sie etwas von den Vorfall wüssten. Sie bejahen dies und er meint etwas säuerlich, dass er das gerne früher gewusst hätte. Doch die Runner sagen dazu, dass er so glaubwürdiger reagiert hat und es besser ist, wenn er nichts von solchen Aktionen ihrerseits wüsste. Er jetzt fragt Steve, ob die Leitung sicher wäre und da dies nicht sicher ist, will er sich mit ihnen persönlich treffen.
Kurze Zeit später im örtlichen Starbucks: Auch wenn Steve es nicht direkt sagt, scheint er mit der Aktion der Runner nicht unzufrieden zu sein und fragt, ob die Runner jemanden kennen, der für den Sündenbock dafür spielt. Natürlich würde dieser gut bezahlt werden und zwar so gut, dass er nach der eventuellen Haftstrafe in einer anderen Gegend ein neues Leben beginnen kann. Den Runnern fallen die 88ters ein. High-Tower bietet an, dass er mal mit Rocko darüber reden kann. Vader will ihn dabei begleiten. Steve berichtet weiterhin, dass auch seine Leute sich daran machen ihr Vorhaben weiter zu bringen: George wird eine Upper-Class-Party geben, während Bubba die Redneck-Bars abklappert und um Unterstützung wirbt. Steve selbst wird sich um die Politik kümmern. Seine Befürchtung ist aber, dass Petrow sobald sie ins Hintertreffen gerät, womöglich die Feuerkraft der Arsenalbestände der Nationalgarde nutzt, um ihre Vorstellungen und Forderungen durch zu setzen. Deswegen bittet er die Runner sich um dieses Problem zu kümmern (Als wäre es nicht schon lange auf deren To-Do-Liste...).
Nach diesen ereignisreichen Tagen haben sich die Runner nun ein freies Wochenende verdient und so fahren sie alle zurück nach Seattle, wobei schon mal ein Plan für die Zerstörung des Arsenals ausgeheckt wird. Pasbocor findet heraus, was sich so im Arsenal befindet: 150 Sturmgewehre, 5 Raketenwerfer, ein Haufen Minen, eine Sturmkanone, mehrere Flammenwerfer, einige MGs von leicht über mittel bis schwer und natürlich noch die gute alte Haubitze am Eingang. Sterling geht schon einige Berechnungen im Kopf durch und denkt laut: „Wir brauchen Sprengstoff! Gaaanz viel. So im Werte von ca. 3.500 ¥. Am besten den Baumarkt-handsüblichen-Dünger-Sprengstoff Marke Eigenbau.“ Nur Vader scheint es etwas merkwürdig zu sein, dass der sonst so elitär wirkende Brite sich so gut mit Sprengstoffen auskennt.
High-Tower nebst Vader treffen sich noch am Abend mit Rocko und Firestarter im Eightball. Dort bekommt der Troll noch ein riesengroßes Trollsize Glas mit Namen von Little Jim geschenkt, als Dank dafür, dass die Runner seinen Laden geschützt hatte, als die 88ters die Halloweeners aufgemischt hatten. High-Tower kommt nach kurzem Vorstellen von Vader ohne Umschweife auf den Punkt und fragt Rocko, ob er jemanden kenne der freiwillig sich als Ghulhasser ausgibt, den Vorfall der letzten Nacht in Springfield auf die eigene Kappe nimmt und damit den Sündenbock spielt. Natürlich für eine angemessene Belohnung und nach abgesessener Strafe dann das Weite sucht. Rocko meint nur, dass er gleich ein ganzes Viertel kennt, das dieses Angebot annehmen würde und dass die Runner damit eher ihm ein Gefallen tun als umgekehrt. Und Rocko mag es überhaupt nicht jemanden etwas zu schulden. Also geht High-Tower gleich weiter in den Überlegungen der Gruppe und fragt an, ob die 88ters nicht Lust auf einen „Ausflug aufs Land“ hätten, z.B. Springfield, wo sie sich mit den Leuten von Petrow anlegen könnten. Ein perfektes Ablenkungsmanöver für die Runner, die dann im Arsenal „aufräumen“ könnten. Rocko gibt grinsend zurück: „Hört sich nach nem guten Vorschlag an. Wir wollten eh mal wieder etwas rausfahren. Ich glaube, wir haben auch noch ein paar Jacken von den Halloweeners hier rumfliegen.“ High-Tower nickt grinsend. „Also Deal.“

Samstag und Sonntag,  23.+24.01.72

Aber nun zum freien Wochenende, naja, wohl nicht für alle, denn Pasbocor muss seinen Pflichten nachgehen und einige Aufträge für „seine Leute“ erledigen.
Bailun, die durch Leganus' Kontakte nun an eine Polizeilizenz gekommen ist, trifft sich mit ihren neuen „Kollegen“ in einer Bar, damit der Schwindel nicht auffliegt, nur weil keiner der Knight Errant Leute vom Revier 4 sie nicht kennen. Sie gibt an, dass sie zeitweilig an Saeder-Krupp ausgeliehen wurde und deshalb kaum bis gar nicht in ihrem Büro anzutreffen sein. Und schon beginnt Geschachere um den Extraraum...
Vader, der seine Zauberei verbessern möchte, trifft sich mit Leganus samstagnachts in einem verlassenen Lagerhaus. Der Vampir hilft ihn dabei seine astrale Macht besser zu bündeln und zu nutzen. Das könnte sich in Zukunft noch als nützlich erweisen.
Am Sonntag Abend begleitet Sterling Leganus auf eine Gala im Naturkundemuseum, um vom Vampir in die High Society Seattles eingeführt zu werden. Sterling genießt es endlich wieder unter „seinesgleichen“ zu sein. Außerdem macht Leganus ihn mit Jane Mansfield bekannt. Die 42jährige rothaarige lebenslustige Frau ist durch eine Querschnittslähmung unterhalb des Halses an einen Rollstuhl gefesselt und eins äußerst begabte Deckerin. „Spitzenklasse“ wie Leganus meint. Die beiden kennen sich schon länger und sie scheint auch bei manchen Gelegenheiten für ihn zu arbeiten. Trotz der anfänglichen Hemmung gegenüber der körperlich eingeschränkten Dame kommen die beiden schnell in ein anregendes Gespräch. Leganus hatte Jane anscheinend berichtet, dass Sterling Runner ist. Auch sie scheint mit diesem Leben vertraut zu sein. Sie würde seiner Gruppe sehr gerne bei Aufträgen unterstützen, wenn sie Hilfe in der Matrix brauchen. Und so verrät sie Sterling ihren Schattennamen, nämlich 'Jane in the Box' und gibt ihn die Adresse zu einem speziellen eMailfach, wo er mit dem Betreff 'Leganus' sich ein eigenes Passwort erstellen kann. So werden seine eMails direkt an sie weiter geleitet. Jane scheint außerdem sehr interessierte daran zu sein, was im Nugget in jener Nacht geschehen war als die Runner mit Leganus Orphelia gestellt hatten. Sterling berichtet zunächst sachlich über die „geschäftliche Beziehung“ mit den Coven und darüber dass sie den Auftrag hatten den Mörder zweier Vampire ausfindig zu machen. Jane winkt nur ab: „Das weiß ich alles schon, die Kameraaufnahmen hab ich auch schon gesehen. Doch was geschah wirklich. Leganus macht ein riesen Geheimnis daraus. Komm schon. Sag's mir!“ Sterling von Janes Cham übermannt, schaut sich kurz um, ob auch ja niemand mithören kann und vor allem, dass Leganus nicht in der Nähe ist, berichtet ihr mit gesenkter Stimme von dem Vorfall. Vor allem das negative Magievermögen welches von Orphelia ausging, ist das eigentlich Mysterium. Jane scannt kurz die Matrix nach ähnlichen Vorkommnissen und erstaunt und aufgeregt über diesen Bericht, vor allem nach dem Sterling ihr noch verrät, dass selbst Leganus erstaunt war. Etwas was wohl äußert selten vorkommt, wie Jane meint. „Danke für die Info. Hast was gut bei mir.“ Danach besorgt Sterling Jane auf ihren Wunsch hin einen Drink den sie eigentlich nicht trinken darf und die zwei verbringen noch einen netten Abenden mit Tratsch über die anwesende High Society.

Ann-Cathrin

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