Runnertalk II (Konzerne, Segen der Menschheit oder Sklavenhalter)

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Runnertalk II (Konzerne, Segen der Menschheit oder Sklavenhalter)

Beitrag  Patrick am Do Apr 28, 2016 2:47 pm

Runnertalk II (Samstag 27.02.2072)

Tricia MacMillan: Guten Abend, meine Name ist Tricia MacMillan und herzlich Willkommen zu "Runner Talk". Heute Abend behandeln wir das Thema Konzerne. Dazu begrüße ich meinen Gast und bedanke mich für sein erscheinen. Hier neben mir sitzt der PR-Chef von Aztechnology Miguel Gomez. Mr. Gomez Sie haben viel Kontakt zum CEO von Aztechnology Juan Atzcapotzalco, wie sieht ein so mächtiger Mann seine Mitarbeiter? Als Menschen und Metamenschen, oder als Inventar und Zahl in der Bilanz? (beim zweiten Teil der Frage ernst in die Kamera blickend)

Miguel Gomez: Nun, Mrs MacMillan, diese frage beantworte ich gerne. Für uns und ich glaube dies gilt für alle Konzerne, stellen unsere Mitarbeiter das Herz und die Seele unserers Konzerns dar. Bei jedem Projekt sind wir auf die Innovation und die Schaffenskraft unserer Mitarbeiter angewiesen. Unser Konzern besteht aus Verwaltung, Produktion, Vertrieb, Dienstleistung, Freizeitgestaltung, Versorgung, Infrastruktur und vielem mehr. Aber nur die Menschen halten diesen Mechanismus betriebsfähig. (Pofilächeln!)

TM: Schön gesagt Mr. Gomez, aber ihre Antwort deckt sich komplett mit dem veröffentlichten allgemeinen Leitfaden von Aztech. Ich hatte eine persönlichere Antwort erwartet.

MG: Natürlich ist es wahr, dass viele Faktoren die Entscheidungen eines CEO beeinflussen. Um Gewinn erwirtschaften zu können müssen Faktoren wie Gehälter, Wochenarbeitsstunden Betriebskosten, Abfallentsorgung, medizinische Versorgung und vieles mehr berücksichtigt werden. Alle diese Dinge werden nun einmal Zahlenmäßig erfasst und somit gehört zu jedem unserer Mitarbeiter ein ganzes Zahlenbündel. Die Führung einer Firma, ohne Betrchtung dieser Informationen wäre grob fahrlässig. (Profilächeln)

TM: Leitfaden Seiten 10 bis 17. Ich muss sagen ich bin ein wenig entäuscht. (holt Luft, um weiter zu sprechen und wird dann von Gomez unterbrochen)

MG: Lassen Sie mich ein Beispiel anführen.

TM: Gerne.

MG: Sie haben sicher von dem Unfall gehört, welcher sich in einer unserer Fabriken in Veracruz ereignete. Hier kam es zu einer Explosion und einem anschließenden Brand, welcher nahezu den gesamten Komplex zerstörte. Dieser Unfall ereignete sich nachts und so wurde eine sehr viel geringer Anzahl von Menschen in Mitleidenschaft gezogen, als wenn dies am Tage geschehen wäre. Worauf ich hinaus möchte ist, dass mit diesem Werk viele Arbeitsplätze weggefallen sind. Aztechnology gab allen Mitarbeitern die Möglichkeit einer anderesn Arbeit nachzugehen und somit Geld zu verdienen und ihre Familien zu ernähren. Bevor Sie fragen, diese Entscheidung wurde von Atzcapotzalco getroffen. (lehnt sich zurück und schaut energisch in die Kamera)

TM: Da Sie es ansprechen, ich habe gehört das diese Explosion eventuell von Shadowrunnern verursacht wurde. Würden Sie sagen, dass die jetzige Konzernstruktur, den Beruf des Shadowrunners überhaupt erst ermöglicht?

MG: Über einen Zusammenhang dieser Tragödie und dem etwaigen Wirken von Shadowrunnern weiß ich nichts. Aber zu Ihrer Frage; Industriespionage, Konkurrenz, Sabotage und feindliche Übernahmen hat es immer schon gegeben. Aber durch das voranschreiten der Technik ist es einerseits immer schwieriger geworden Geheimnisse zu stehlen. Andererseits haben Informationen noch niemals zuvor in der Geschichte so schnell an Wert verloren wie heute. Zusammenfassend würde ich sagen, dass die momentane Entwicklung das Aufstreben der Shadowrunner begünstigt.

TM: Ist es denn wahr, dass sich Megakonzerne der Dienste von Shadowrunnern bedienen? (lächelt wölfisch)

MG: (schaut zerknirscht) Ich werde keineswegs bestätigen, dass sich Aztechnology sogenannter Shadowrunner bedient. Aber natürlich beschäftigen wir beispielsweise Scouts, die für uns herausfinden, ob es Personen gibt die über einen Konzernwechsel nachdenken. Erfahren wir von solchen Personen so machen wir ein Angebot um die Entscheidungsfreudigkeit zu verstärken. (wieder souveränes Lächeln)

TM: Hatten Sie persönlich denn schon einmal Kontakt zu Shadowrunnern?

MG: (lacht ?künstlich?) Oh, nein in meinen Aufgabenbereich fällt der Kontakt mit Reportern und nicht mit Shadowrunnern. (grinst)

TM: Wie sieht denn dann so ein Arbeitsverhältnis mit den, von Ihnen genannten, Scouts aus?

MG: In der Regel ein auf Honorarbasis bestehendes Verhältnis. Hierbei  gibt es recht großzügige Vergütungen. Aber dafür müssen sich diese Scouts auch selbst um medizinische Versorgung und zum Beispiel Altersvorsorge kümmern.

In der Art geht das Interview den Rest der Sendung weiter…

TM: Zum Schluss möchte ich mich noch einmal für Ihr kommen bedanken und hinzufügen, dass …..
- In diesem Moment flackert das Studiolicht. Nach einem kurzen Moment der Dunkelheit ist die Szenerie wieder zu sehen. Allerdings sitzt nun auf der anderen Seite neben Tricia MacMillan ein Cowboy, in Wildwest Manier, zumindest das Trideo Abbild davon.

Cowboy: Das war ja alles sehr schön gesagt, aber warum erzählen Sie, Mr. Gomez, den Zuschauern nicht wo sich Mr. Atzcapotzalco wirklich befindet und warum er zeit nunmehr neun Monaten nicht mehr in der Öffentlichkeit erschienen ist? (sitzt in entspannter Pose auf dem Stuhl und schaut Gomez eindringlich an, Gomez ist sichtlich verstimmt)
(MacMillan und Gomez sind sichtlich verwirrt und überrascht. MacMillan findet zuerst ihre Sprache wieder.)

TM: Verehrte Zuschauer hier bei uns im Studio ist, nach einer kurzen Dunkelheit, plötzlich das Abbild eines Cowboys erschienen. (bei diesen Worten in die Kamera schauend, dann den Blick dem Cowboy zuwendend)
Ich weiß zwar nicht wie Sie es geschafft haben hier zu erscheinen, aber willkommen. Gehe ich recht in der Annahme, dass der berühmte Smiling Bandit vor uns sitzt? (selbstzufriedenes Lächeln)

Smiling Bandit: Ganz Richtig, der bin ich. (nimmt grüßend den Hut ab) Zu meinem Erscheinen sage ich nur so viel, wer auch immer die Entscheidung getroffen hat, dass nur alle drei Tage ein Update der Sicherheitssoftware installiert werden muss, sollte gefeuert werden. (bewegt tadelnd den Finger) Desweiteren hätte ich von Mr. Gomez hier gerne eine Antwort.

MG: (hat sich wieder unter Kontrolle) Wie bekanntgegeben hat sich Mr. Atzcapotzalco dazu entschieden ein zurückgezogenes Leben zu führen und die Öffentlichkeit zu meiden. Das der Leiter eines AAA Konzerns mit zwingend eine Rampensau, wie offenlichtlich Sie, sein muss, bestätigen unsere Aktienkurse. (lächelt selbstgefällig)

SM: Aber, aber ist es in Wirklichkeit nicht so, dass sich Atzcapotzalco in einer Aztech-Einrichtung namens Amigo 7 befindet? Genauer gesagt im Raum 002RL7 und dort in einem Stasistank? (Gomez genau musternd)

MG: (regt sich auf) Ich verbitte mir solche Unterstellungen. Natürlich entspricht das, von Ihnen, gesagt keineswegs der Wahrheit. Falls diese plumpen Anschuldigungen dazu führen sollen, dass sich Mr. Atzcapotzalco öffentlich zeigt, so muss ich Sie enttäuschen. Aztechnologie wird ni….. (seine Worte mit gehobener Faust untermahlend)

- Hier sieht man Gomez noch weiter reden, aber man hört ihn nicht mehr. Stattdessen ist wieder die Stimme von Smiling Bandit zu hören.

SM: Ah, Ruhe! Ich überlasse es jedem selbst über den Wahrheitsgehalt meiner Wort zu richtet. Aber diejenigen, die mich und meinen Leumund kennen, wissen dass ich die Wahrheit sage. Der gute Mr. Gomez hier hat, seine ganz eigene Art, einer feindlichen Übernahme durchgeführt. (Nun füllt Smiling Bandit das ganze Trideo Bild aus) Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben und lade alle herzlich ein bei den Azzi´s zu spionieren und die Wahrheit zu belegen. Ich wünsche allerseits noch eine gut Nacht! (damit verschwindet er aus dem Trideo und auch aus dem Studio)

- Gomez zupft sich etwas vom Revers und verlässt das Studio. Man sieht ihn sprechen, hört aber nichts. MacMillan ruft ihm hinterher:

TM: Mr. Gomez möchten Sie keine Stellungnahme dazu abgeben? Was bedeutet dieser Auftritt für Aztechnologie? (Als sie keine Antwort bekommt schaut sie in die Kamera) Welch ein Auftritt meine Damen und Herren zu Hause und, ja, welch ein Abgang! Wir dürfen wohl zu Recht gespannt sein, auf die Folgen des heutigen Abends.
Mein Name ist Tricia MacMillan und sie sahen „Runnertalk“ mit, der heutigen Sendung am blanken Nerv der Zeit. Auf Wiedersehen.

Patrick

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