Letztes Mal bei DSA 7: Das Morfu-Dilemma

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Letztes Mal bei DSA 7: Das Morfu-Dilemma

Beitrag  Ann-Cathrin am Do März 16, 2017 1:01 pm

Als Barristan an das Podest mit dem Roten Auge tritt, wird er in dessen Bann gezogen: Auf einmal befindet er sich in Havena, sieht verschiedene Bürger bei ihrem Tagwerk und dann kommt die Große Flut... Immer wieder erlebt er Szenen hautnah mit in denen die Menschen auf mannigfaltige Weise durch die Flut ums Leben kommen … und auch erleidet ihr Schicksal. Ein Dutzend Mal ertrinkt auch er in den Fluten oder wird unter zusammenbrechenden Trümmern begraben.
Tharalion bemerkt als erster, dass Barristan im Bann des Roten Auges steht und versucht ihn vom Podest an das Barristan krallt, loszubekommen oder ihn wach zu rütteln. Doch es gelingt ihm nicht. Als Rhea, nachdem sie mit Hilfe eines Harmonie-Segens Baduin dazu bewegen konnte das nächste Stockwerk des Turms zu betreten, dazu kommt, wirkt sie erneut einen Segen der Harmonie. Dies Mal nur auf Barristan und mit Tharalions Unterstützung. Barristan erkennt in den Schreckensszenen eine Regenbogenbrücke, die ihn hilft wieder ins Hier und Jetzt zu gelangen. Doch haben die Erlebnisse ihre Spuren auf seiner Psyche hinterlassen. Vollkommen überwältigt und verängstigt kauert er an der Wand des Turmzimmers und achtet dabei soweit vom Auge entfernt zu sein wie möglich zu sein. Rhea versucht ihn noch zu beruhigen, während sich die anderen schon mal genauer im Labor umsehen: Baduin widmend sich einem hermetisch versiegelten Tresor in dem sich vier verschiedene Tinkturen befinden; Sheydan nimmt sich der Edelstein und -metalle an, die als Ingredienzien für verschiedene alchimistische Mittel genutzt werden; und Tharalion sammelt alle Zutaten ein, die von heiligen Tieren der Zwölfe stammen, damit sie nicht für frevlerische Taten missbraucht werden können. Nachdem Rhea Barristan umsorgt hat, schaut auch sie sich um und findet ein Bücherregal voll mit alchimistischen Werken. Sie hat auch noch das Büchlein aus dem Schlafzimmer und blättert darin herum. Baduin unterdes schleppt die vier Alchimika aus dem Tresor zu Barristan, damit dieser sie identifizieren kann: er kann sagen, dass es sich bei zwei der Elixieren um ein Antidot und einen Zaubertrank handelt. Die silbrig-glänzende Flüssigkeit mit weißen Schlieren und das rote Pulver kann er nicht so einfach identifizieren. Rhea Aufmerksamkeit wurde währenddessen von den einem Rezept für eine „Penetrizzel-Paste“ gezogen, auf das sie gewahr wurde nachdem ihr aufgefallen war, dass die Verglasung der Vitrinen gar nicht aus Glas war, sondern aus transparenten Obsidian. Umgehend begann sie das Rezept fein säuberlich in ihr Diarium zu übertragen. Damit war sie erst einmal länger beschäftigt.
Die anderen machten sich ins nächste Stockwerk auf. Hier betraten sie einen ehemals luxuriös eingerichteten Salon, der aber mittlerweile voll von Schimmel und Moder triefte. Auch das einst prächtige Mobiliar war morsch und zerfiel bei der kleinsten Berührung. Hier gab es sonst nichts bemerkenswertes, wäre da nicht das medizinballgroße Auge, dass aus dem unteren Stockwerk die Wendeltreppe hochragte und die beobachte. Es handelte sich dabei um eine Morfu. Eine sehr große, Gift-Pfeil-schießende Nacktschnecke. Und dieses besonders große Exemplar von acht Schnitt Länge war außerdem mit einiger gewissen Intelligenz gesegnet. Wie Barristan mit einem Odem erkennen konnte, handeltet es sich um eine Morfu-Mensch-Chimäre, die Nahema hier als Haustier gehalten hat. Doch die Morfu hatte ein Problem: es gab nicht viel zu fressen für sie und ihre Brut hier unten. Also versuchte sie mit Tharalion einen Handel einzugehen, damit er einen seiner Gefährten als Fresspaket hier ließ. Sie bot ihm eine blau-leuchtende Koralle im Tausch für Baduin an, doch zu Glück konnte Rhea gerade noch intervenieren bevor der sichtlich verwirrte Tharalion unwissend darauf einging. Wie sollte es nun weiter gehen? Ein Seitentunnel hatte sich als Sackgasse und Morfu-Futter-Vorratskammer erwiesen und sonst schien nur noch ein Wasser gefüllte Becken einen Unterwassertunnel zu verbergen. Doch außer Baduin war keiner der anderen ein ausreichend guter Schwimmer, um diese Strecke tauchen zu können. Sie beschließen doch lieber das Ruderboot zurück zur Stadt zu nehmen, doch erstaunt stellen sie fest, dass die Sonne bereits untergegangen ist. Von Dunkelheit umgeben auf dem Dach stehend wird ihnen klar, dass Lotse und Bootsmannschaft die Rückweg ohne sie angetreten haben.
Nun fiel Barristan wieder ein, dass er ja vor kurzem einem Wasserdjinn befreit hatte und berichtet den anderen davon. Nachdem Baduin einen kleinen Ausdauer-Pastillen-unterstützen Tauchgang gewagt hatte, kamen sie gemeinsam zu den Schluss, dass sie die Hilfe des Djinns nun wirklich gut gebrauchen konnten. Barristan hielt also die Muschel, die ihn der Djinn gegeben hat ins Wasser und nach einigen Moment erschien ein blauer Meister-Propper, der sie feucht-fröhlich begrüßte. Nachdem er die arme, hungrige Morfu mit einigen Fischen versorgt hatte, war er bereit Barristans Wunsch, sie alle lebend zum Ausgang des Unterwassertunnels zu bringen, nach zu gehen. Er merkte außerdem noch an, dass auf dem Weg eine Statuette mit blau-leuchtenden Korallen wäre, die die Gruppe doch bitte mitnehmen und/oder zerstören solle. Sie sein von übler, dämonischer Präsenz. Diese Statuette war auch Baduin aufgefallen und er hatte erkannt, dass es sich um Borbarad handelt.
Anstatt die fünf direkt an Land zu bringen, macht der Wasserdjinn noch eine kleine Unter-Wasser-Sight-Seeing-Tour mit seinen Passagieren: Sie sehen die zerstörten, altehrwürdigen Gebäude der einst prächtigsten Hafenmetropole der Westküste unter sich. Unter anderem können sie die ehemalige Magier-Akademie mit ihren drei Eingangsportalen erkennen: zwei von diesen sind verschüttet, aber eines scheint noch zugänglich zu sein. Dann nähern sie sich einer gewaltigen Unterwasserhöhle, die direkt unter dem Alten Efferd-Tempel in Fischerort liegt. In ihr ruht eine riesige Drachenschildkröte, die ca. 50 Schritt groß ist und der der Wasserdjinn freundlich zuwinkt als sie an ihr vorbei schwimmen. Sie ist von Narben, Bisswunden und alten Kampfverletzungen gezeichnet, doch beachtet die erstaunt dreinblickenden Helden nicht weiter.
Endlich tauchen sie aus dem Wasser wieder auf. Bis auf Barristan sind auch klitschnass und frösteln in der kalten Nachtluft. Sie befinden sich der Halle einer Werft in der drei unfertige Schiffsrümpfe in unterschiedlichen Baustadien stehen. Das Gebäude befindet sich, wie erwartet an der Hechtstraße auf der Landzunge im Stadtteil Fischerort.
Barristan unterhält sich noch einmal mit dem Wasserdjinn. Der Feuer-Elementerist bedankt sich zähneknirschend bei ihm und frag nach dessen Namen. Der Wasserdjinn (also Patrick) hatte sich darüber noch keine Gedanken gemacht und vertröstet den Magier auf nächstes Mal. Doch er berichtet noch, dass seine neuen Freunde hier in Havena berichtet haben, dass Magister Aquatus verschwunden war als das Wasser noch wärmer war, also wohl im Sommer. Außerdem gibt es einen Kraken, der möglicherweise etwas dämonische gefressen hat und dadurch korrumpiert wurde. Er würde nicht davor zurückschrecken auch Menschen zu packen, ins Wasser zu ziehen und verschlingen.
Während Barristan seinen Plausch hält verlassen die anderen bibbernd die Halle und treffen auf einige Arbeiter und Wachen, die um eine Feuertonne stehen und sich wärmen. Diese staunen nicht schlecht als zwei Geweihte nebst zwei weiteren Personen und dann noch ein Magier vollkommen durchnässt aus der Werft stampfen und sich zu ihnen ans wärmende Feuer gesellen. Rhea stellt sich und die anderen vor und erklärt kurz nach einer verwunderten Frage, wie sie hier hergekommen waren. Dann erfragt sie den Grund dafür, warum zu so später Stunde noch so viele Leute in diesem Teil der Stadt sind. Einer der Wachmänner berichtet, dass seit einem halben Jahr die neugebauten Schiffe immer wieder sabotiert werden. Dies mag mit einer seltsamen Erscheinung zu tun haben, die seit den Sommermonaten die Bucht heimsuchen: ein Mann mit blauem Bart auf einer Bugwelle, der über das Wasser gleitet. Er selbst hat dies nie gesehen, doch die Fischerfrau Henna hat davon berichtet...
Nachdem sich die fünf etwas aufgewärmt haben, trotten sie zu ihren jeweiligen Unterkünften und fallen in einen erholsamen Schlaf. Doch schon am nächsten Morgen hören sie einige Ausrufer berichten, dass zwei Geweihte in der Unterstadt verschwunden sein sollen... Das sich Gerüchte auch immer mit Überlichtgeschwindigkeit verbreiten müssen...

Ann-Cathrin

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