Kampf: Werte für Rüstungen

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Kampf: Werte für Rüstungen

Beitrag  Patrick am Fr Jun 27, 2014 12:50 pm

So, wie die Rüstungen im Moment sind gibt es einige wenige optimale Kombinationen. Das läuft wieder daraf hinaus, das jeder Charakter gleich herumläuft.

Regel: Grundsätzlich macht jede Rüstung genauso viel Behinderung wie Rüstungsschutz. Dazu dann folgende Zahlenwerte:
Stoff / Wattiert: 1
Leder:2
Kette:3
Leichte Platte:4
Platte:5

Zusätzlich würde ich noch folgendes festlegen. Um zu verhindern, dass nun jeder in Platte durch die Gegend läuft gilt: Ab leichter Platte benötigt man die Sonderfertigkeit Plattenrüstung (100 AP), sonst zählt doppelte Behinderung. Auch sollten Plattenrüstung eine Art Privilegiertenrüstung (wie einige Waffen) sein. Dies macht Kämpfe insgesamt gefährlicher, da weinger RS und wertet natürlich die Waffen extrem auf. Die Stats für die Waffen müssen natürlich auch noch dazu überarbeitet werden.
Weiterhin gibt es natürlich die Möglichkeit spezielle Materialien und Fertigunstechniken zu verwenden.

Patrick

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Re: Kampf: Werte für Rüstungen

Beitrag  Ann-Cathrin am Fr Jun 27, 2014 1:33 pm

Ich finde, es ist einfach viel zu leicht an Platten- oder Kettenrüstungen zu kommen. Die Kettenrüstungen und leichte Platte sind viel zu günstig, bzw. die meisten Helden haben zu viel Geld und können sich sowas 'mal eben' leisten.

Ein Kettenhemd kostet 15 Dukaten und die leichte Platte 25. Bedenkt man den Zeitaufwand für einen Rüstungsschmied ist das unverhältnismäßig. Die Angaben zur Herstellung solcher Rüstungen im WdS sind da aber auch grober Unfug. Danach kann ein durschnittschlicher Schmied ein Kettenhemd mit zwei Proben herstellen, was 2 ZE also 4 Std sind. Und dabei gehen sie davon aus, dass die Ringe bereits fertig sind. Es dauert wesentlich länger für einen Sawirker (der Typ, der die Kettenteile zusammen bastelt) ein Kettenhemd zusammenzusetzen.

EDIT: Hatte mich bei der Angabe der Herstellungszeit auf Renés Ausage verlassen, als ich aber im WdS nachgeschaut hab, steht da 16 ZE für ein Kettenhemd, also 32 Std -> 4 Tage Arbeit, was trotzdem noch sehr wenig ist.

Ich kann da mal wieder aus eigener Erfahrung sprechen, da ich zusammen mit jemanden eine Kettenweste mit nicht vernieteten Ringen gemacht habe. Wir haben jeder ca. 3 Std, jeden Tag drei Monate drangesessen. Sicher, wir sind keine Profis, aber das man mal nen Vorstellung hat.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Was ich im Endeffekt sagen will, ist, dass man entweder die Preise erhöht oder als Meister darauf achtet, dass die Helden nicht ewig viel Geld in die Hand bekommen.

sorry für Wall of Text und geschwafel Smile


Zuletzt von Ann-Cathrin am Fr Jun 27, 2014 2:04 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Kampf: Werte für Rüstungen

Beitrag  Patrick am Fr Jun 27, 2014 1:47 pm

Finde ich gut. Dann sind auch die immensen Schulden der Krieger- / Schwertgesellenprofessionen besser gerechtfertigt. Eine Plattenrüstung hatte damals , glaube ich auch den gleichen Wert wie gutes Pferd. Das würde für DSA bedeuten ca. 100 bis 150 Dukaten.
Kann man ja noch zusätzlich machen.

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Re: Kampf: Werte für Rüstungen

Beitrag  Olli am Fr Jun 27, 2014 11:01 pm

Finde ich an sich ganz gut, aber es müssten dann einiges angepasst werden. Ich kann "zufällig" ein Bsp. konstruieren, in dem Leichte Platte mit BE 4 eine Profession "kaputt" macht. Die guten Schwertgesell*Innen nach Adersin kämpfen mit Leichter Platte (+Panzerschuhe+Schaller), einem Anderthalbhänder BE-2 und bekommen Rüstungsgewöhnung I (Leichte Platte), damit sie mit ihrer Hauptwaffe ohne Abzüge kämpfen können. Wenn ich jetzt mit einer leichten Platte BE 4 (+Panzerschuhe+Schaller) - Rüstungsgewöhnung I rumlaufe, habe ich automatische eine Behinderung von 3+X. Das heißt ich würde von Haus aus, obwohl der Kampfstil sich dadurch definiert mit Anderthalbhänder und in leichter Platte zu kämpfen, automatisch Abzüge bekommen.
Man müsste sich also die kämpferischen Professionen genauer anschauen.

TL; DR: Guter Vorschlag, jedoch müssen Professionen beachtet werden, die mit "schnellen" Waffen und schwereren Rüstung kämpfen

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Re: Kampf: Werte für Rüstungen

Beitrag  Ann-Cathrin am Fr Jun 27, 2014 11:48 pm

Naja, entweder ist man schnell und wendig oder man ist schwer gerüstet.
Ein schwer gerüsteter Kämpfer mit einer "schnellen" Waffe, wie einem Rapier macht nicht so viel Sinn und die Geschicht zeigt, dass es so etwas auch nicht wirklich gab.

Hintergrund:
Der Schwertgeselle nach Adersin findet sein reales Vorbild in dem Kampf mit dem langen Schwert nach Johann Liechtenauer und Hans Talhoffer, zwei Fechtmeistern aus dem 14./15. Jh.
Talhoffer beschreibt in seinem Codices den Kampf zwischen zwei Kämpfern, entwerder beide gerüstet oder ungerüstet, als auch den Ringkampf, Dolchkampf und vor allem den "Gotteskampf" (eine übliche Form der Rechtssprechung damals).

Das lange Schwert entspricht in DSA in etwa einem Anderthalbhänder. Dies ist perse keine "schnelle" Waffe. Ungerüstet kann man durchaus schnelle Hiebe und Schnitte austeilen. Gerüstet führt man das Schwert im sogenannten 'Halbschwert', was bedeutet, dass man mit der linken Hand die Klinge umfasst und man im Prinzip nur zu sticht (bei DSA gibt es diese SF auch). Man ist damit nicht schnell, aber präzise und dass muss am gegen einen Gerüstet auch sein, da man die Schwachstellen in der Rüstung anvisiert. Man haut nicht wahrlos auf einen Gerüsteten drein, dass setzt der Waffe mehr zu als der Rüstung oder dem Typen, der da drin steckt.

Oh man, schon wieder so viel Text, was nicht direkt was mit DSA zu tun zu hat. -.-
Sorry, aber die Thematik des historischen Kampfes ist halt ein Hobby von mir. ^^

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Re: Kampf: Werte für Rüstungen

Beitrag  Olli am Sa Jun 28, 2014 12:05 am

Vielleicht ist der Begriff schnell= eBE-2 falsch für eine Waffe mit eBE-2. Ändert ja aber nichts an der Tatsache, dass mit einer BE 4 die Leute aus der Schule Abzüge bekommen.

"[...] Kronas Söhne Jost [...] Erlan haben dem Rechnung getragen, indem sie den Anderthalbhänder zum König der Waffen kürten und den von ihnen [...] verbreiteten Stil vollständig darauf ausgerichtet haben.Der Garetische Stil ist die einzige Form des Schwertgesellentums, die von einem gut gerüsteten Kämpfer (in Leichter Platte, mit Schaller und Panzerhandschuhen) und zweihändiger Waffenführung ausgeht und demzufolge auch auf alle möglichen Linkhand-Tricks und Schild-Spielereien verzichtet,dafür jedoch einige überaus spektakuläre Entwaffnungs-,Knaufschlag- und Riposte-Manöver kennt." (WDS. 109)

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Re: Kampf: Werte für Rüstungen

Beitrag  Ann-Cathrin am Sa Jun 28, 2014 12:26 am

Schon klar. Aber die Beschreibung spricht ja nicht davon, dass sie schneller oder besser sind als andere Kämpfer mit schwerer Rüstung und Zweihandwaffe, nur dass die Adersins die einziges Schwertgesellenschule ist, die diesen Weg geht.

Bei den Kriegern gibt es gleich drei Akademien (Arivor, Eslamsgrund und Havena) die auf Anderthalbhändern setzen und auch gerüstet sind. Und auch der Standert-Ritter kämpft gerüstet mit Anderthalbhänder.

Der Unterschied zwischen all diesen Kämpfern ist nur die Art der Ausbildung, nicht aber die grundsätzliche Art des Kampfes mit Anderthalbhänder und Rüstung.

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Re: Kampf: Werte für Rüstungen

Beitrag  Patrick am Sa Jun 28, 2014 12:51 am

Ich muss zugeben, dass mir der Hintergrund, nzw. der Realismus herzlich egal waren. Mir ging es hauptsächlich darum den Gesamten DSA Kampf soweit zu balancen, dass man prinzipiell mit jeder Waffe eine gute Figur machen kann. Olli hat aber schon recht, dass ein Startcharakter bereits Einbußen bekommt ist so natürlich nicht gewollt. Sowas passiert leider wenn radikale Änderungen kommen. Das zieht dann einen ganzen Rattenschwanz nach sich. Wenn mir ein entsprechendes fixing einfällt wirds gepostet.

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